Wenn es um öffentlich zugängliche Start-up- und Firmendaten geht, kommt kaum eine Quelle an Crunchbase heran: Finanzierungsrunden, Mitarbeiterzahlen, Branchen, Investoren, Gründer-Namen – alles an einem Ort. Die Praxis sieht trotzdem oft ernüchternd aus. Wer im Vertrieb arbeitet und versucht, diese Daten in eine brauchbare Tabelle zu bekommen, landet meist bei derselben Routine: filtern, klicken, kopieren, einfügen, und das Ganze von vorn – bis die Lust verflogen ist.
Der Grund dafür ist denkbar einfach. Firmen finden kannst du mit Crunchbase den ganzen Tag, aber sobald du mehr als eine Handvoll Datensätze exportieren möchtest, stehst du vor einer Paywall. In Foren liest man immer wieder von Hunderten oder gar Tausenden Dollar, nur um ein paar tausend Zeilen herunterladen zu dürfen. Ein Reddit-Nutzer bringt es treffend auf den Punkt: „Crunchbase wollte von mir 500 Dollar für den Export von 5.000 Unternehmen.“
Genau an diesem Engpass haben wir bei Thunderbit lange getüftelt: Wie kommen hochwertige Firmendaten aus Crunchbase in den eigenen Workflow, ohne dass du ein Vermögen ausgibst oder erst Python lernen musst? Dieser Leitfaden stellt vier praxistaugliche Wege vor – von No-Code-KI-Tools bis zum Entwickler-Skript – und führt dich durch den gesamten Ablauf von der Extraktion bis zur Ansprache. Einen Pro-Plan brauchst du dafür nicht.
Was ist Crunchbase und warum ist es eine Goldgrube für Leads?

Crunchbase ist die größte öffentliche Datenbank für Unternehmensfinanzen, Finanzierungsverläufe, Führungskräfte und Branchendaten – für börsennotierte ebenso wie für private Firmen. Allein das Pro-Produkt deckt über 4 Millionen private Unternehmen ab, mit mehr als 30 Millionen verifizierten Daten-Updates pro Jahr und über 400 Algorithmen, die die Daten täglich prüfen.
Für B2B-Sales- und Operations-Teams liest sich das verfügbare Datenpaket wie eine Wunschliste für die Akquise:
- Firmenname, Beschreibung, Website, Standort des Hauptsitzes, Postleitzahl
- Branche und Branchengruppen
- Geschätzte Umsatzspanne, Status, Gründungsdatum
- Finanzierungsrunden, Gesamtfinanzierung, letztes Finanzierungsdatum, letzte Finanzierungsart, Bewertung
- Mitarbeiterzahl, aktiver Hiring-Status
- Führungskräfte/Gründer, Investoren, Lead-Investoren
- Übernahmen, IPO-Status, Tech-Stack, Social Links
- Kontakt-E-Mail und Telefonnummer, sofern verfügbar
Über die Advanced Search von Crunchbase filterst du nach Finanzierungsphase, Standort, Branche, Mitarbeiterzahl und vielem mehr. Der Haken: Kostenlose Konten sind auf bis zu 5 Ergebnisse pro Suche und keinen Datenexport begrenzt. Bezahlpläne geben dir zwar mehr Sichtbarkeit, aber auch hier sind Exporte gedeckelt – 1.000 Zeilen pro CSV-Download, 2.000 Zeilen/Monat im Pro-Plan, 5.000 Zeilen/Monat im Business-Plan. Und der 7-Tage-Test enthält gar keinen Export.
Deshalb suchen so viele Teams nach Wegen, Crunchbase in größerem Umfang für Leads zu scrapen.
Warum Crunchbase ohne Pro-Plan für Leads scrapen?
Das Kostenproblem ist real. Crunchbase Pro startet bei etwa 49 $/Monat (ca. 45 €/Monat), Business liegt bei rund 99 $ pro Nutzer/Monat, und die Enterprise-API wird individuell bepreist – Beschaffungsquellen wie Vendr schätzen Verträge je nach Unternehmensgröße und Paket auf 1.000 bis 150.000 US-Dollar, während SpendHound einen durchschnittlichen Vertragswert von 17.364 US-Dollar pro Jahr nennt. Für einzelne Vertriebsmitarbeiter, kleine Teams oder Agenturen ist das eine happige Investition, nur um eine Lead-Liste aufzubauen.
Wann lohnt sich das Scrapen von Crunchbase für Leads also wirklich?
| Anwendungsfall | Benötigte Kerndaten |
|---|---|
| Zielgerichtete Lead-Listen (z. B. „SaaS, Series A, USA“) | Firmenname, Website, Finanzierung, Branche, Hauptsitz |
| Neue Finanzierungsrunden für zeitnahes Outreach beobachten | Letztes Finanzierungsdatum, Betrag, Typ, Investoren |
| Wettbewerbsanalyse und Markt-Mapping | Branche, Mitarbeiterzahl, Umsatzspanne, Tech-Stack |
| CRM-Daten mit Unternehmensdetails anreichern | Website, HQ, Mitarbeiterzahl, Finanzierung, Status |
Eine gut zugeschnittene Crunchbase-Leadliste kann wochenlanges Outreach anstoßen – für die Kosten von ein paar Stunden Setup. In den eigenen Fallstudien berichtet Crunchbase von Ergebnissen wie über 2.350 neue Accounts in 8 Monaten (UserTesting) und 50 % E-Mail-Öffnungsrate sowie 22 % Conversion-Rate bei gezielten Listen neu finanzierter Accounts (Dialpad). Das sind vom Anbieter selbst gelieferte Zahlen, aber sie zeigen gut, warum Sales-Teams auf Finanzierungs- und Wachstumssignale achten.
4 Methoden, um Crunchbase für Leads zu scrapen: Wähle deinen Weg
Jedes Team hat andere Voraussetzungen. Diese Übersicht hilft dir, schnell die passende Methode zu finden:

| Methode | Technisches Know-how | Kosten | Volumen (Zeilen/Sitzung) | Einrichtungszeit | Wartung |
|---|---|---|---|---|---|
| Native Crunchbase-Exportfunktion | Keine | Pro-Plan (~$49+/Monat) | Bis zu 1K–5K (mit Workarounds) | Minuten | Keine |
| Thunderbit (AI-Chrome-Erweiterung) | Keine | Kostenloser Tarif + Credits | Unbegrenzt (seitenweise) | ~2 Min. | Keine (KI passt sich an) |
| Python + Requests/Puppeteer | Fortgeschritten | Kostenlos (Entwicklungszeit) | Unbegrenzt | Stunden | Hoch (Änderungen an Anti-Bot-Logik) |
| Offizielle Crunchbase-API | Mittel | ca. $10K+/Jahr (individuell) | Je nach Plan unterschiedlich | Mittel | Gering |
Kurzempfehlung: Arbeitest du im Sales und bist kein Techniker, starte mit Methode 2 (Thunderbit). Hast du Entwickler im Team und brauchst große Datenmengen, kommt Methode 3 (Python) infrage. Spielt Budget keine Rolle und du brauchst offiziell lizenzierten Zugriff, ist Methode 4 (API) die beste Wahl. Und wenn du ohnehin schon Crunchbase Pro hast und nur schnell etwas exportieren willst, reicht Methode 1 im Notfall.
Methode 1: Native Crunchbase-Exportfunktion (der Pro-Plan-Workaround)
Hast du bereits ein Crunchbase Pro- oder Business-Abo, ist der integrierte Export der einfachste Weg – wenn auch weiterhin gedeckelt. So holst du mehr heraus.

Der Standard-Export
Führe deine gefilterte Suche aus und klicke dann auf „Export to CSV“. Pro Download bekommst du bis zu 1.000 Zeilen. Pro-Konten sind auf 2.000 Zeilen pro Monat begrenzt, Business auf 5.000 Zeilen pro Monat.
Sortier-und-Export-Trick (bis zu ca. 2.000 Datensätze)
- Führe deine Suche mit Filtern aus (z. B. „SaaS, Series A, USA“).
- Sortiere A–Z nach Firmennamen und exportiere die ersten 1.000 Zeilen.
- Sortiere Z–A und exportiere die nächsten 1.000 Zeilen.
- Füge beide CSVs zusammen und entferne Dubletten.
Das ist ein Community-Workaround, keine offizielle Crunchbase-Funktion. Mühsam, ja – aber so verdoppelst du ungefähr deine Ausbeute pro Suche.
Ausschlusslisten-Methode (bis zu ca. 5.000+ Datensätze)
- Erstelle eine gespeicherte Liste (Liste 1) und füge die ersten 1.000 Ergebnisse hinzu.
- Starte dieselbe Suche erneut, nutze aber die Include/Exclude-Listenfilter von Crunchbase, um Liste 1 auszuschließen.
- Exportiere die nächsten 1.000 in Liste 2. Wiederhole das für Liste 3–5.
- Füge alle Listen zusammen.
Auch das bleibt manuell und fehleranfällig, aber manche Teams holen sich damit ein paar tausend zusätzliche Datensätze.
Wo diese Methode an Grenzen stößt
Der native Export setzt weiterhin einen bezahlten Plan voraus, ist gedeckelt und bedeutet viel Handarbeit. Keine Automatisierung, keine Anreicherung, keine gute Skalierung für wiederkehrende Lead-Generierung. Brauchst du mehr Volumen oder einen wiederholbaren Workflow, sind die nächsten Methoden deutlich besser geeignet.
Methode 2: Crunchbase für Leads mit Thunderbit scrapen (No-Code, KI-gestützt)
Crunchbase-Lead-Daten mit KI scrapen Get Started Free
Das ist die Methode, die ich den meisten Sales- und Operations-Teams empfehle. Wir haben Thunderbit genau für diesen Workflow gebaut: Seite öffnen, die KI erkennt die Datenstruktur, und mit wenigen Klicks ziehst du alles heraus. Kein Code, keine Konfigurationsdateien, keine Wartung.
Bevor du startest:
- Schwierigkeitsgrad: Anfänger
- Zeitaufwand: ca. 5–10 Minuten für einen vollständigen Crunchbase-Scrape
- Du brauchst: Chrome-Browser, Thunderbit-Erweiterung (Free-Tarif reicht), ein Crunchbase-Konto (zum Browsen reicht kostenlos)
Schritt 1: Deine Crunchbase-Suche vorbereiten
Melde dich bei Crunchbase an und starte eine gefilterte Suche, etwa „SaaS-Unternehmen, Series A, USA, 11–50 Mitarbeiter“. Je präziser deine Filter, desto besser qualifiziert sind deine Leads. Scrape nicht einfach alles – scrape die richtigen Unternehmen.
Du solltest jetzt eine Ergebnisseite mit einer Liste passender Unternehmen sehen.
Schritt 2: Auf „AI Suggest Fields“ klicken – Thunderbit liest die Seite
Sobald die Crunchbase-Ergebnisseite offen ist, klickst du in der Erweiterungs-Seitenleiste auf Thunderbits Button „AI Suggest Fields“. Die KI analysiert das Seitenlayout und schlägt automatisch Spalten vor: Firmenname, Beschreibung, Standort des Hauptsitzes, Gesamtfinanzierung, letztes Finanzierungsdatum, Mitarbeiterzahl, Website-URL, Branchenkategorien.
Felder kannst du anpassen, hinzufügen oder entfernen. Außerdem lässt sich ein Field AI Prompt ergänzen – zum Beispiel: „Wenn die Gesamtfinanzierung über 10 Mio. US-Dollar liegt, als ‚High Value‘ markieren; andernfalls als ‚Early Stage‘.“ So kategorisierst und transformierst du Daten schon während der Extraktion, nicht erst danach.
Jetzt solltest du eine Tabellenvorschau mit deinen konfigurierten Spalten sehen.
Schritt 3: Auf „Scrape“ klicken und alle Ergebnisse extrahieren
Klicke auf „Scrape“. Thunderbit zieht alle sichtbaren Ergebnisse der aktuellen Seite. Da Crunchbase für tiefere Daten einen Login verlangt, nutzt du den Browser-Scraping-Modus – er läuft in deiner eigenen eingeloggten Sitzung, sodass keine Requests geblockt werden.
Die extrahierten Daten erscheinen als saubere Tabelle im Thunderbit-Panel.
Schritt 4: Pagination Scraping nutzen, um jede Seite zu erfassen
Crunchbase-Ergebnisse verteilen sich oft über Dutzende Seiten. Mit Pagination Scraping navigiert Thunderbit automatisch durch alle Seiten und hängt die Ergebnisse an. Kein manuelles Klicken – einfach starten und laufen lassen.
Ist die Pagination durch, hast du eine vollständige Tabelle aller Unternehmen, die zu deiner Suche passen.
Schritt 5: Mit Subpage Scraping anreichern
Jetzt kommt der spannende Teil. Nach dem ersten Scrape klickst du auf „Scrape Subpages“, damit Thunderbit jede Profilseite eines Unternehmens besucht und tiefere Felder herauszieht: Gründer-Namen, Kontakt-E-Mail, Telefonnummer, LinkedIn-Profile, Tech-Stack, aktuelle News, wichtige Personen.
Das geht deutlich über das hinaus, was die Suchergebnisse zeigen. Der Unterschied ist der zwischen einer bloßen Namensliste und einer Liste, mit der du tatsächlich Outreach machen kannst.
Schritt 6: Nach Google Sheets, Excel, Airtable oder Notion exportieren
Der Export ist komplett kostenlos. Du kannst als CSV oder Excel herunterladen oder die Daten direkt nach Google Sheets, Airtable oder Notion schicken. Die Daten sind sauber, strukturiert und bereit für CRM-Import oder Outreach.

Warum Thunderbit bei Crunchbase-Scraping überzeugt
- KI passt sich Layout-Änderungen an – keine kaputten Skripte, wenn Crunchbase die Oberfläche aktualisiert
- Keine Wartung – anders als Python-Scraper, die bei jeder Anti-Bot-Änderung brechen
- Field AI Prompts ermöglichen Labeln, Kategorisieren und Umformen schon während der Extraktion
- 2-Klick-Setup heißt: Jeder Sales-Mitarbeiter kann seine eigene Lead-Liste bauen, ohne auf das Engineering zu warten
- Free-Tarif startet bei 6 Seiten pro Monat, bezahlte Pläne beginnen bei 9 $/Monat bei jährlicher Abrechnung
Willst du den kompletten Workflow in Aktion sehen, schau dir den Thunderbit-YouTube-Kanal mit Anleitungen an.
Methode 3: Crunchbase mit Python scrapen (für technische Teams)
Hast du im Team einen Entwickler, der lieber Code schreibt als Buttons klickt, ist Python der klassische Weg. Dabei gibt es allerdings echte Nachteile.
So funktioniert es auf hoher Ebene
Crunchbase setzt auf Angular und speichert die Seitendaten in einem <script id="client-app-state">- oder <script id="ng-state">-JSON-Block. Scraper können diese versteckten Daten auslesen, statt HTML zu parsen. Aktuelle öffentliche Anleitungen beschreiben einen internen /v4/data/searches/organizations-POST-Endpunkt mit Parametern wie field_ids, order, query, limit: 50 und after_id für Pagination. Quellen: ScrapFly Crunchbase Guide, RoundProxies Crunchbase Guide.
In Python greift man üblicherweise zu Bibliotheken wie requests, httpx oder Headless-Browsern wie Playwright oder Puppeteer sowie zu Tools wie JMESPath, um die großen JSON-Antworten zu analysieren und bestimmte Felder herauszuziehen.
Die Herausforderungen, auf die du stoßen wirst
Crunchbase fährt aggressive Anti-Bot-Schutzmechanismen auf. AIMultiples Benchmark von Nov. 2025 zeigt, dass direkte Requests, reine Header-Requests, Selenium und undetected-chromedriver unter dem Cloudflare-Schutz von Crunchbase ausfielen oder instabil liefen. Der Test unseres Teams im Mai 2026 lieferte HTTP 403 mit einem Cloudflare-Bot-Management-Cookie.
Du musst also mit Folgendem rechnen:
- CAPTCHAs, IP-Blockaden, TLS-/Browser-Fingerprinting
- Proxy-Rotation und Header-Management, möglicherweise Residential Proxies
- Defekte Skripte, sobald Crunchbase Frontend oder API-Struktur ändert
- Laufender Wartungsaufwand: Jemand muss den Scraper regelmäßig überwachen und reparieren
Zum Einordnen: Akamai berichtete 2024, dass Bots 42 % des gesamten Web-Traffics ausmachen, davon fast zwei Drittel bösartig. Kein Wunder, dass Plattformen wie Crunchbase massiv in Bot-Erkennung investieren.
Wann Python sinnvoll ist
- Du brauchst zehntausende Datensätze in einem regelmäßigen Rhythmus
- Du hast einen Entwickler, der den Scraper pflegen kann
- Du brauchst tiefe Anpassungen (z. B. Finanzierungs-Timelines, Investorennetzwerke oder Event-Auftritte)
Wenn du Scraper in Python bauen möchtest, haben wir ausführliche Leitfäden zu Python Web Scraping und wie man einen Web Scraper erstellt.
Methode 4: Die offizielle Crunchbase-API (den Preis wert?)
Reden wir über den 10.000-Dollar-Elefanten im Raum. Viele fragen sich, ob die offizielle Crunchbase-API ein gangbarer Weg ist – hier die ehrliche Einordnung.
Was du mit der offiziellen API bekommst
Die Enterprise API von Crunchbase bietet strukturierte Endpunkte für Unternehmen, Personen, Finanzierungsrunden, Übernahmen, IPOs, Investoren, Kategorien, Standorte und Events. Die Daten sind in Echtzeit aktuell, der Support ist offiziell und die Endpunkte sind stabil. Die API-FAQ nennt ein Limit von 200 Calls pro Minute.
Was sie kostet und für wen sie gedacht ist
Die API-Preise werden individuell festgelegt und setzen eine Freigabe durch den Vertrieb voraus. Beschaffungsquellen schätzen die Enterprise API auf über 10.000 US-Dollar pro Jahr, und nicht jeder qualifiziert sich dafür. Sie eignet sich vor allem für große Organisationen mit eigenem Data-Team und hohem Budget – oder für Firmen, die ein Produkt auf Basis von Crunchbase-Daten aufbauen.
So sieht der Vergleich aus:
| Faktor | Crunchbase-API | Scraping (z. B. Thunderbit) |
|---|---|---|
| Jahreskosten | ca. $10.000+ | $0–$38/Monat |
| Datenaktualität | Echtzeit | Nahezu Echtzeit |
| Zugangsgenehmigung | Erforderlich | Nicht nötig |
| Kontaktdaten enthalten? | Eingeschränkt | Hängt vom Seiteninhalt ab |
| Technischer Aufwand | Mittel (API-Keys, Doku) | Minimal (2-Klick-KI-Scraping) |
Das ehrliche Fazit
Für die meisten Sales-Teams und kleinen bis mittelgroßen Unternehmen ist die offizielle API preislich wie technisch überdimensioniert. Scraping-Ansätze – besonders No-Code-Tools wie Thunderbit – liefern 90 % des Nutzens zu einem Bruchteil der Kosten. Die API lohnt sich nur, wenn du garantierte Verfügbarkeit, vertraglich abgesicherten Datenzugang oder ein Produkt auf Basis von Crunchbase-Daten brauchst.
Von gescrapten Daten zur Sales-Pipeline: Der komplette Lead-Workflow

Die meisten Leitfäden hören bei „hier ist dein CSV“ auf. Aber das Stichwort heißt ganz wörtlich „für Leads“ – und eine CSV im Downloads-Ordner ist noch lange kein Lead. Aus Crunchbase-Rohdaten echten Pipeline-Wert zu machen, braucht Bereinigung, Anreicherung, CRM-Import und personalisierte Ansprache.
Schritt 1: Scrapen – Firmendaten aus Crunchbase extrahieren
Nutze eine der vier Methoden oben, um Firmennamen, Domains, Hauptsitz, Branche, Mitarbeiterzahl, Finanzierung und Profil-URLs zu ziehen. Bei den meisten Nutzern liest Thunderbit mit AI Suggest Fields die Crunchbase-Seite aus und schlägt automatisch die passenden Spalten vor.
Schritt 2: Bereinigen – Duplikate entfernen und Liste vereinheitlichen
- Entferne Dubletten, gerade wenn du den nativen Export-Workaround verwendet und mehrere CSVs zusammengeführt hast
- Standardisiere Firmendomains (z. B.
wwwund abschließende Schrägstriche entfernen) - Entferne tote oder inaktive Unternehmen (Statusfeld prüfen)
- Nutze Thunderbits Field AI Prompt, um Firmen während der Extraktion zu taggen oder zu kategorisieren – etwa nach Finanzierungsphase oder mit einem Hinweis für Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern
Saubere CRM-Hygiene beginnt hier. HubSpot nutzt den Firmendomänennamen als starkes Duplikat-Feld, und Salesforce Duplicate Management erkennt Wiederholungen beim Import.
Schritt 3: Anreichern – Entscheider-Kontakte finden
Crunchbase liefert Firmendaten, aber für Outreach brauchst du Menschen: Namen, E-Mails, Telefonnummern. Gib die Firmendomains in Anreicherungstools wie Apollo, Hunter oder UpLead ein, um Entscheider-Kontakte zu finden. Diese Tools werden in Foren auch tatsächlich genannt und für verifizierte E-Mails und Direktdurchwahlen genutzt.
Mit Thunderbits Subpage Scraping ziehst du außerdem Gründer-Namen und LinkedIn-URLs direkt aus Crunchbase-Profilen – ideal für die erste Outreach-Liste, bevor du anreicherst.
Schritt 4: Laden – Daten ins CRM oder Outreach-Tool übertragen
- Exportiere aus Thunderbit direkt nach Google Sheets, Airtable oder Notion (kostenlos)
- Lade CSVs in dein CRM hoch (HubSpot unterstützt den Import von Kontakten, Unternehmen, Deals und mehr; Salesforce Data Import Wizard verarbeitet bis zu 50.000 Datensätze gleichzeitig)
- Organisiere Leads in Segmente nach den gescrapten Feldern: Branche, Finanzierungsphase, Region, Unternehmensgröße
Schritt 5: Outreach – personalisieren und versenden
Nutze gescrapte Daten als Personalisierungsfelder in Cold-Email-Kampagnen. Erwähne aktuelle Finanzierungsrunden, Wachstum, Tech-Stack oder Branche. Zum Beispiel:
„Glückwunsch zur Series A – ich habe gesehen, dass ihr letzten Monat 5 Mio. US-Dollar eingesammelt habt. Wir helfen SaaS-Teams in eurer Phase mit [Value Proposition]...“
Diese Art der Personalisierung gelingt nur, weil du reichhaltige Crunchbase-Daten gescraped hast – nicht bloß Namen und E-Mail. Vorlagen und Tipps zur Zustellbarkeit findest du in unseren Leitfäden zu Cold-Email-Personalisierung und Cold-Email-Zustellbarkeit.
Tipps für bessere Leads aus Crunchbase
Nutze präzise Crunchbase-Filter, bevor du scrapest
Je enger deine Suchfilter (Branche + Finanzierungsphase + Standort + Mitarbeiterzahl), desto besser qualifiziert sind deine Leads. Zu den Filterfamilien von Crunchbase zählen Basic Information, Funding, Investors, Signals, Rank & Scores und mehr. Scrape nicht alles – scrape die richtigen Unternehmen.
Nutze Field AI Prompts zur Beschriftung während der Extraktion
Verwende Thunderbits Field AI Prompt, um Daten während der Extraktion zu kategorisieren, zu übersetzen oder umzuformatieren. Beispiel: „Wenn die Gesamtfinanzierung über 10 Mio. US-Dollar liegt, als ‚High Value‘ markieren; andernfalls als ‚Early Stage‘.“ Das spart enorm viel Nachbearbeitungszeit.
Plane regelmäßige Scrapes, um neue Leads nicht zu verpassen
Crunchbase ergänzt täglich neue Unternehmen und Finanzierungsrunden. Nutze Thunderbits Scheduled Scraper, um deine Crunchbase-Suche wöchentlich oder monatlich erneut auszuführen und frische Leads automatisch zu erfassen.
Bereinige deine Daten vor dem CRM-Import
Entferne immer Dubletten, leere Felder und uneinheitliche Formate, bevor du Daten ins CRM überträgst. So bleibt deine Pipeline sauber und dein Sales-Team konzentriert sich auf echte Chancen.
Auf der sicheren Seite bleiben: rechtliche und ethische Hinweise

Die Rechtsfrage taucht in Foren ständig auf – zu Recht. Deshalb möchte ich an dieser Stelle offen sein.
Die Nutzungsbedingungen von Crunchbase verbieten ausdrücklich automatisiertes Crawling, Scraping, Spidering, automatisierte Exporte/Downloads, das Umgehen von Beschränkungen sowie das Speichern wesentlicher Teile der Crunchbase-Inhalte. Das ist eine echte Einschränkung, die jeder Leser kennen sollte.
Allerdings gibt es einen praktischen Unterschied zwischen dem Scrapen öffentlich verfügbarer Unternehmensdaten für die eigene Recherche und dem kommerziellen Weiterverkauf großer Datensätze. Der Fall hiQ Labs v. LinkedIn liefert wichtigen rechtlichen Kontext – die Gerichte kamen zu dem Schluss, dass das Scrapen öffentlich verfügbarer Daten nicht zwangsläufig gegen den CFAA verstößt –, aber dieser Präzedenzfall ist einzelfallbezogen und hebt weder Vertragsbedingungen noch Datenschutzrecht oder Plattformdurchsetzung auf.
Best Practices, um auf der sicheren Seite zu bleiben:
- robots.txt und Rate Limits respektieren
- Crunchbases Server nicht überlasten (Thunderbits Cloud-Scraping verteilt Anfragen verantwortungsvoll)
- Keine personenbezogenen Daten außerhalb eines geschäftlichen Kontexts scrapen
- Rohdatensätze nicht weiterverkaufen
- Crunchbase-Daten für eigene Lead-Recherche und Qualifizierung nutzen
- Kontakte mit legitimen Tools (Apollo, Hunter) anreichern statt E-Mails massenhaft zu scrapen
- CAN-SPAM, DSGVO, CCPA und Opt-out-Vorgaben bei Outreach beachten
Meine Empfehlung: Nutze gescrapte Daten verantwortungsvoll und nur für die interne Akquise, nicht zum Weiterverkauf. Willst du tiefer in die rechtliche Seite einsteigen, haben wir einen vollständigen Leitfaden zu den rechtlichen Implikationen von Web Scraping.
Der schnellste Weg, Crunchbase 2026 für Leads zu scrapen
Wo stehen wir am Ende?
- Native Exportfunktion: Für kleine, einmalige Exporte okay, wenn du ohnehin Pro hast. Begrenzt, manuell und nicht skalierbar.
- Thunderbit: Am besten für nicht-technische Teams, die einen wiederholbaren, skalierbaren Workflow brauchen. 2-Klick-Setup, KI-gestützt, kostenloser Export, kein Pro-Plan erforderlich.
- Python: Ideal für Entwicklerteams mit individuellen Anforderungen und hohem Volumen. Leistungsstark, aber wartungsintensiv und anfällig für Anti-Bot-Maßnahmen.
- Offizielle API: Optimal für Enterprise-Budgets und Produktintegrationen. Zuverlässig, aber teuer und zugangsbeschränkt.
Scraping ist nur Schritt eins. Erst Bereinigen, Anreichern, Laden und personalisierte Ansprache machen aus Rohdaten Umsatz.
Die Teams, die gewinnen, sind nicht die mit dem größten Crunchbase-Budget – sondern die, die eine wiederholbare Pipeline von der Entdeckung bis zum Abschluss aufbauen.
Möchtest du es selbst ausprobieren? Mit dem Free-Tarif von Thunderbit testest du Crunchbase-Scraping in kleinem Umfang und siehst die Ergebnisse direkt. Für vertiefende Einblicke in Lead-Workflows schau dir unsere Leitfäden an zu wie man eine Lead-Liste aufbaut und Lead-Generierung mit KI.
Thunderbit für Crunchbase-Leads ausprobieren
FAQs
Kann man Crunchbase kostenlos scrapen?
Ja. Tools wie Thunderbit bieten einen Free-Tarif, mit dem du Crunchbase-Suchergebnisse scrapen und Daten kostenlos exportieren kannst. Auch Python-Scraping verursacht keine Softwarekosten, kostet aber Entwicklungszeit. Der native Export von Crunchbase selbst setzt einen Pro- oder Business-Plan voraus.
Ist das Scrapen von Crunchbase legal?
Die Nutzungsbedingungen von Crunchbase verbieten automatisiertes Scraping, daher besteht ein vertragliches Risiko. Der Präzedenzfall hiQ v. LinkedIn liefert zwar rechtlichen Kontext für das Scrapen öffentlich zugänglicher Daten, hebt aber die Plattformbedingungen nicht auf. Best Practice: Nutze gescrapte Daten für interne Akquise, beachte Rate Limits, verteile keine Massendaten und halte Datenschutz- und Outreach-Regeln ein.
Welche Daten kann man aus Crunchbase scrapen?
Firmenname, Website, Beschreibung, HQ-Standort, Finanzierungsrunden, Gesamtfinanzierung, letztes Finanzierungsdatum, Mitarbeiterzahl, Branche, Gründer, Investoren, Tech-Stack, Kontakt-E-Mail und Telefonnummer, sofern verfügbar, Social Links, Status des Unternehmens und mehr. Welche Felder genau, hängt davon ab, was in deiner Browser-Sitzung sichtbar ist und welche Methode du nutzt.
Wie bekomme ich E-Mails aus Crunchbase-Leads?
Crunchbase liefert vor allem Firmendaten. Für Entscheider-E-Mails nutzt du nach dem Scraping Anreicherungstools wie Apollo, Hunter oder UpLead. Alternativ ziehst du mit Thunderbits Subpage Scraping E-Mails oder LinkedIn-URLs, die auf Crunchbase-Unternehmensprofilen sichtbar sind.
Was ist das beste Tool, um Crunchbase für Leads zu scrapen?
Das hängt von deinen Anforderungen ab. Für nicht-technische Sales-Teams ist Thunderbit am schnellsten und einfachsten – 2-Klick-Setup, KI-gestützt, kostenloser Export. Entwickler, die maximale Kontrolle wollen, bevorzugen Python. Und für Enterprise-Budgets oder Produktintegrationen ist die offizielle Crunchbase-API die zuverlässigste, vollständig lizenzierte Option.
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