7:58 Uhr, der Kaffee dampft noch – und schon vibriert das Handy. Wieder geht etwas „viral“ auf Twitter, pardon: auf X. Ob politischer Aufreger, Promi-Meme oder ein ganz normaler Mittwoch auf dem digitalen Marktplatz: Keine Plattform versteht es so gut, Gesprächsstoff zu liefern, Trends anzustoßen und uns nebenbei an unserer Bildschirmzeit zweifeln zu lassen.
Doch wie groß ist X 2025 wirklich? Immer noch die erste Adresse für News – oder hat das Rebranding zu viele vergrault? Ob du im Marketing steckst, forschst oder einfach Zahlen magst: Ich habe die aktuellsten, spannendsten und teils ziemlich überraschenden Statistiken zu Twitter/X zusammengetragen. Werfen wir also einen Blick hinter den blauen – Verzeihung, mittlerweile schwarzen – Vorhang.
Twitter (X) Statistiken auf einen Blick: Die Top 10 Zahlen
Wenig Zeit? Hier sind die 10 wichtigsten Twitter/X-Statistiken für 2025 – perfekt fürs nächste Meeting oder Quiz:
| Statistik | Wert 2025 |
|---|---|
| Monatlich aktive Nutzer | ~561 Millionen weltweit |
| Täglich aktive Nutzer | 132 Millionen (mobil, geschätzt) |
| Nutzer-Demografie | 64% männlich, 70% unter 35 |
| Top-Märkte | USA: ~104 Mio., Japan: ~71 Mio. |
| Tweet-Volumen | 500 Millionen/Tag |
| Engagement-Rate | 0,03% Median pro Tweet |
| Werbereichweite | ~557 Millionen Nutzer |
| Werbeumsatz | Prognose: 2,26 Mrd. USD |
| Markenvertrauen | 12% der Marketer vertrauen X-Anzeigen |
| Rebranding-Stimmung | 55% nennen es weiterhin „Twitter“ |
Twitter (X) Nutzerstatistiken: Wer ist auf der Plattform?
Globale Nutzerbasis und Wachstum

Beginnen wir mit dem großen Ganzen: Die Nutzerzahlen von X schwanken, doch für 2025 pendelt sich der Konsens bei rund 561 Millionen monatlich aktiven Nutzern ein. Damit liegt X weltweit auf Platz 15 der größten sozialen Netzwerke – hinter Schwergewichten wie Facebook, YouTube und TikTok, aber immer noch mit ordentlich Gewicht.
Der Weg dorthin war eine Achterbahnfahrt. Nach Elon Musks Übernahme Ende 2022 verlor X zunächst etwa 32 Millionen Nutzer. Reaktivierte und neue Konten ließen die Zahl dann bis Ende 2024 von ~368 auf ~557 Millionen steigen – ein Plus von 51%. Mitte 2025 ging es allerdings wieder leicht bergab. Stabil ist diese Nutzerbasis also keineswegs.
Zum Vergleich: Facebook thront mit ~3 Milliarden monatlich aktiven Nutzern an der Spitze, TikTok kommt auf ~2 Milliarden. X ist also nicht das größte Netzwerk – aber zweifellos das lauteste, sobald es um Nachrichten geht.
Die X-Nutzer ballen sich auf wenige Länder: Die USA führen mit ~104 Millionen Nutzern, also etwa 19–20% der weltweiten Gesamtzahl. Japan folgt mit ~71 Millionen – zusammen stellen beide Länder rund ein Drittel aller X-Nutzer.
Weitere wichtige Länder:
- Indonesien: ~25 Millionen
- Indien: ~24 Millionen (nur 2% der Internetnutzer – da ist noch viel Luft nach oben)
- UK: ~23 Millionen
- Brasilien: ~17 Millionen

In manchen Ländern ist X kulturell deutlich einflussreicher, als es die nackten Zahlen nahelegen. In Japan etwa ist X das wichtigste soziale Netzwerk, teils noch vor Facebook. In Indien dagegen ist die Verbreitung gering, und in China ist X – abgesehen von VPN-Nutzern – weitgehend gesperrt.
Demografie: Alter, Geschlecht und mehr

Wer tummelt sich auf X? Vor allem junge Erwachsene: Über 70% der Nutzer sind unter 35. Den größten Block bilden die 25- bis 34-Jährigen (28–38%), gefolgt von den 18- bis 24-Jährigen (~32%). Ab 35 fällt die Nutzung stark ab, nur etwa 10% sind 50 oder älter.
Bemerkenswert: Teenager nutzen X deutlich seltener als früher. Nur 17% der US-Teens geben an, X zu nutzen – vor zehn Jahren waren es noch 33%. Bei Jugendlichen liegen YouTube (90%), TikTok (63%) und Instagram (61%) klar vorn.

Beim Geschlecht steht X inzwischen bei 64% Männern und 36% Frauen – die Lücke hat sich seit dem Rebranding sogar vergrößert (2022: 56%/44%). Wer gezielt Frauen oder die Gen Z ansprechen will, ist auf X also nicht zwingend gut aufgehoben.
Twitter (X) Nutzungsverhalten: Wie wird die Plattform genutzt?
Posting- und Engagement-Muster

Was läuft auf X? Nach wie vor ein Dauerfeuer: Pro Tag setzen Nutzer rund 500 Millionen Posts („Tweets“) ab – das macht etwa 6.000 pro Sekunde oder 200 Milliarden im Jahr. Der Spitzenwert? 24.400 Tweets pro Sekunde während des WM-Finales 2022.
Aber Vorsicht: Die obersten 10% der US-Accounts verfassen 92% aller Tweets. Der durchschnittliche aktive US-Nutzer tweetet rund 157 Mal pro Monat, doch die große Mehrheit postet kaum – sie liest, antwortet oder schaut einfach nur zu.
Auch die Posting-Frequenz geht zurück: Marken und Creator tweeteten 2021 im Median noch 5 Mal pro Woche, 2024 nur noch 2 Mal. Während Instagram und TikTok zulegen, wird auf X seltener gepostet – vermutlich wegen Unsicherheit oder geringerer Reichweite.
Twitter (X) als Nachrichtenquelle

Wer Nachrichten sucht, ist auf X weiterhin gut bedient: Etwa 60% der Nutzer informieren sich hier über das Weltgeschehen – mehr als bei jedem anderen sozialen Netzwerk. Zum Vergleich: Bei Facebook oder Reddit sind es nur 30–40%, bei Instagram oder TikTok noch weniger.
X bleibt damit der „Ticker“ des Internets – selbst wer die Plattform meidet, sieht ihre Inhalte oft anderswo wieder.
Fun Facts: Emojis, Trends und virale Inhalte
Zur Auflockerung: Der Emoji-Einsatz auf X ist in zehn Jahren um 724% gestiegen – von 3,2% der Tweets im Jahr 2013 auf 26,7% im Jahr 2023. Und Hashtags? Pro Tag posten Nutzer rund 125 Millionen davon.
Der beliebteste Tweet aller Zeiten? Die Todesnachricht von Chadwick Boseman mit 6,5 Millionen Likes. Und ja: Memes, Popkultur und Sport sorgen weiterhin für virale Ausschläge.
Twitter (X) Engagement-Benchmarks: Was Marketer wissen sollten
Engagement-Rate-Trends

Jetzt wird es ernst für Marken: Die durchschnittliche Engagement-Rate pro Tweet liegt bei mageren 0,03% – also etwa 3 Interaktionen pro 10.000 Follower. Zum Vergleich: Instagram kommt auf 0,5–1%, TikTok sogar auf über 5%.
Und der Trend zeigt nach unten: Das durchschnittliche Engagement pro Tweet ist seit 2021 um fast 20% gefallen. Schuld sind Algorithmus-Änderungen, ein höheres Post-Aufkommen (weniger Aufmerksamkeit pro Beitrag) und vorsichtigere Nutzer.
Top-Accounts und Influencer

Wer hat die größte Reichweite? Elon Musk führt mit über 215 Millionen Followern das Ranking der meistgefolgten Accounts an. Dahinter folgen Barack Obama (~130,8 Mio.), Cristiano Ronaldo (~114,5 Mio.), Justin Bieber (~109,6 Mio.), Rihanna (~108,2 Mio.), Katy Perry (~105,5 Mio.) und Narendra Modi (~104,7 Mio.).
Allerdings stagnieren viele dieser Top-Accounts seit dem Rebranding oder wachsen nur noch zäh. Manche Promis tweeten kaum noch, und Influencer-Marketing auf X macht nur noch 10% aller Kampagnen aus – Marken setzen verstärkt auf Instagram, YouTube und TikTok.
Tweets mit Bildern oder Videos schneiden beim Engagement besser ab, doch ohne viralen Treffer bleiben die Zahlen überschaubar.
Twitter (X) Werbung und Marketing-Statistiken

Werbeumsatz und Trends
Kommen wir zum Geschäft: 2021 erzielte X einen Werbeumsatz von 4,5–5,1 Mrd. USD, 2022 waren es noch 4,14 Mrd. USD. Nach Musks Übernahme rutschte der Umsatz 2024 auf ~1,94 Mrd. USD; für 2025 wird ein leichtes Plus auf 2,26 Mrd. USD erwartet – weniger als die Hälfte des Niveaus von vor wenigen Jahren.
Werbung trägt aktuell rund 68% zum Gesamtumsatz von X bei, früher waren es 90%. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Abonnements und Datenlizenzen.
Nutzung durch Marketer und Plattform-Bedeutung
Trotz aller Turbulenzen nutzen 82% der B2B-Unternehmen X weiterhin fürs Marketing, weltweit sind es 67% der Marketer. Damit liegt X allerdings hinter Facebook (83%) und Instagram (78%).
Und für jene, die X einsetzen, gilt: 85% der kleinen und mittleren Unternehmen halten die Plattform für „unverzichtbar“.
Vertrauen und ROI für Werbetreibende
Hier wird es heikel: Nur 12% der Marketer vertrauen X-Anzeigen, gerade einmal 4% halten die Plattform für markensicher. 2021 lag das Vertrauen noch bei 28%.
Für Schnäppchenjäger gibt es trotzdem einen Pluspunkt: Der durchschnittliche CPM (Kosten pro 1.000 Impressionen) beträgt nur 0,51 USD – deutlich weniger als bei Facebook (7–9 USD). Wer sich traut, bekommt günstige Reichweite.
Twitter (X) Finanzen und Geschäftsentwicklung

Umsatz und Profitabilität
2021 lag Twitters Gesamtumsatz bei 5,08 Mrd. USD, bei einem Nettoverlust von 221 Mio. USD. Unter Musk und nach harten Sparmaßnahmen (Stichwort Entlassungen und Schluss mit den Gratis-Lunches) verbuchte X 2024 einen Gewinn von 942 Mio. USD – fast doppelt so viel wie 2023, allerdings bei deutlich geringerem Umsatz.
Die Belegschaft? Von 7.500 auf 1.000–1.500 Mitarbeiter geschrumpft – schlanker als manches Startup.
Abos und Premium-Angebote
Musks große Abo-Hoffnung? Bislang verbucht X Premium (früher Twitter Blue) nur 1–2 Millionen Abonnenten – weniger als 0,5% der monatlich aktiven Nutzer. Das entspricht etwa 12 Mio. USD im Monat bzw. 144 Mio. USD im Jahr. Nicht nichts, aber auch keine Goldgrube.
Andere kostenpflichtige Features (Verifizierung für Unternehmen, werbefreie Abos, Ticketed Spaces) stehen noch am Anfang oder finden bislang wenig Zuspruch.
Twitter (X) und Social-Media-Statistiken: Wie schlägt sich X im Vergleich?

Ranking der Social-Media-Plattformen
Nach Nutzerzahl rangiert X weltweit auf Platz 12–15 – hinter Facebook, YouTube, Instagram, WhatsApp, WeChat, TikTok, Telegram, Snapchat, Pinterest und sogar Weibo. Bei den internetaffinen Nutzern sieht es besser aus: 29% der weltweiten Internetnutzer ab 16 Jahren nutzen X monatlich, womit X nach dieser Kennzahl auf Platz 8 liegt.
Social-Media-Nutzungstrends
Die Social-Media-Nutzung wächst weiter: 60% der Weltbevölkerung (5,4 Mrd. Menschen) sind auf Social Media aktiv. Im Schnitt nutzt jeder 6–7 verschiedene Plattformen pro Monat. X jedoch verliert an Aufmerksamkeit: TikTok und Instagram wachsen, während X stagniert oder leicht schrumpft.
Dennoch ist twitter.com/x.com die sechstmeistbesuchte Website der Welt, mit 3,6 Milliarden Besuchen im September 2025.
Twitter (X) Content-Moderation und Sicherheit

Nutzerbeschwerden und Durchsetzungsmaßnahmen
Die Content-Moderation ist unter Musk ein Reizthema. In einem aktuellen Halbjahr erhielt X 47.572 behördliche Löschanfragen, betroffen waren 198.931 Accounts – so viele wie nie zuvor.
Von Oktober 2022 bis Anfang 2023 gingen 971 Regierungs-/Gerichtsanfragen ein; X kam 808 davon vollständig und 154 teilweise nach (83% vollständige Erfüllung).
Datenanfragen und rechtliche Vorgaben
Im zweiten Halbjahr 2022 erhielt Twitter ~8.400 behördliche Auskunftsersuchen zu ~27.000 Accounts, denen zu 84% zumindest teilweise entsprochen wurde.
Im Rahmen des EU-Digital-Services-Act meldete X 2024 die Moderation von 80.000 Beiträgen wegen Hassrede, 17.000 wegen Terrorismus und 36.000 wegen CSAM, bei einer mittleren Bearbeitungszeit von 24–48 Stunden.
Öffentliche Meinung und Markenwahrnehmung von Twitter (X)

Reaktionen auf das X-Rebranding
Wie kommt „X“ an? In einer US-Umfrage von 2023 reagierten nur 22% positiv auf das Rebranding, 31% standen ihm ablehnend gegenüber. Und alte Gewohnheiten halten sich hartnäckig: 55% der Amerikaner und 70% der Briten sagen weiterhin „Twitter“.
Markenexperten schätzen, dass das Rebranding 4–20 Milliarden USD an Markenwert vernichtet hat.
Nutzerbindung und Zufriedenheit
Trotz aller Aufregung bleibt der harte Kern der Nutzer treu. Laut einer Statista-Umfrage von 2023 haben 25% der Nutzer eine Pause eingelegt und planen keine Rückkehr; die Nutzungsdaten zeigen jedoch, dass X den Großteil seiner Stammnutzer bis 2024 halten konnte.
Die Markenwahrnehmung hat dagegen gelitten: Vor Musk lag Twitter leicht im Plus (+2,7), Ende 2024 deutlich im Minus (−12,4). Die Zufriedenheit der aktiven Nutzer fiel von +10,7 auf −1,4 (YouGov).
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Fazit: Was bedeuten die Twitter (X) Statistiken für dich?
- X bleibt ein Schwergewicht, aber kein Wachstumstreiber. Mit ~560 Millionen aktiven Nutzern ist die Basis volatil und stagniert – vor allem bei Jugendlichen und Frauen.
- Engagement ist niedrig und konzentriert. 90% der Tweets stammen von 10% der Nutzer, die durchschnittliche Engagement-Rate liegt bei 0,03%.
- Nachrichten und Echtzeit-PR bleiben die Stärke. 60% der Nutzer kommen wegen News; für Krisenkommunikation, Ankündigungen und Trendthemen ist X unverzichtbar.
- Werbung ist günstig – aber riskant. Die CPMs sind historisch niedrig, das Vertrauen der Marketer dagegen im Keller.
- Kundenservice und Community-Aufbau funktionieren weiterhin. Für direkten Support und Nischen-Communities bleibt X wertvoll.
- Musks „X“-Umbau bleibt unberechenbar. Die Plattform verändert sich im Eiltempo – bleib flexibel und behalte neue Features im Auge (Zahlungen, Longform-Content, Video).
- Die öffentliche Stimmung ist gekippt, die Nutzung bleibt hoch. Viele schimpfen über das Rebranding, geblieben sind sie trotzdem – bislang jedenfalls.
Quellen und weiterführende Links
Du willst noch tiefer einsteigen? Hier findest du die besten Ressourcen zu Twitter/X und Social-Media-Statistiken:
- Statista: Twitter / X Statistiken & Fakten
- DemandSage: Twitter 'X' Statistiken
- Exploding Topics: X (ehemals Twitter) Nutzerzahlen (2025)
- Backlinko: X (Twitter) Nutzung und Wachstum
- David Sayce: Wie viele Posts werden auf X veröffentlicht? (2025 Update)
- RecurPost: X (Twitter) Statistiken 2025
- Sixth City Marketing: 40 Twitter (X) Marketing-Statistiken für 2026
- Kantar Media Reactions: Vertrauen in X-Werbung
- YouGov BrandIndex: Twitter/X
- Transparency Center: X Rechtliche Löschanfragen
- Brand Finance: Twitter-Rebranding zu X – Auswirkungen auf den Markenwert
- MarketingCharts: Wie stehen Konsumenten zum Twitter-Rebranding?
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