Hinter der Frage, ob sich AnyPicker 2026 noch lohnt, steckt eigentlich nur ein Wunsch: Daten schnell aus Websites holen, ohne sich nebenbei in einen halben Scraping-Entwickler zu verwandeln. Genau diese Frage klären wir hier.
Die Kurzantwort
Wenn du es eilig hast, hier das Wichtigste vorweg:
- AnyPicker ist nach wie vor ein brauchbarer No-Code-Browser-Scraper für leichte Aufgaben – besonders dann, wenn dir der klassische Point-and-Click-Ablauf liegt.
- Die öffentliche Präsenz wirkt allerdings kleiner und träger, als es die ursprüngliche Marketinggeschichte nahelegt: Der Eintrag im Chrome Web Store nennt 20.000 Nutzer, 89 Bewertungen und Version 2.11.0, zuletzt aktualisiert am 22. April 2024.
- Suchst du etwas, das stärker geführt ist, mehr auf KI setzt und dich weniger ins Ausprobieren beim Einrichten zwingt, kommst du mit Thunderbit leichter rein.
- Geht es dir um Crawling im großen Stil, um Proxy-Infrastruktur oder um Kontrolle auf Entwicklerebene, ist keines der beiden Tools dein Ziel. Dann gehört eine Plattform oder eine API darunter.
Einen KI-first-Scraping-Workflow testen
AnyPicker vs. Thunderbit auf einen Blick
Ich habe den Vergleich auf die eine Entscheidung zugeschnitten, die die meisten Leser wirklich treffen müssen: beim klassischen Browser-Scraper bleiben oder auf einen neueren, KI-gestützten Ablauf umsteigen.
| Kategorie | AnyPicker | Thunderbit |
|---|---|---|
| Kernansatz | Point-and-Click-Browser-Scraper | KI-gestützter Browser-Scraper |
| Am besten geeignet für | Leichte Extraktion und wiederholbares Scraping sichtbarer Seiten | Vertriebs-, Ops-, E-Commerce- und Research-Teams, die schneller starten wollen |
| Öffentliches Produktsignal | Chrome-Erweiterung + Website; Chrome-Web-Store-Eintrag zuletzt aktualisiert am 22. April 2024 | Aktive Produktseite, Preisseite, Tools und breiteres Vorlagen-Ökosystem |
| Kostenloser Plan | 625 Zeilen/Monat, nur CSV | 6 Seiten/Monat, maximal 30 Credits pro Seite |
| Einstiegspreis | 39 $/Monat bei jährlicher Abrechnung oder 59 $ bei monatlicher Zahlung | 9 $/Monat bei jährlicher Abrechnung für Starter auf der Live-Preisseite |
| Exportoptionen | CSV kostenlos; XLSX/TSV in kostenpflichtigen Plänen | Google Sheets, Airtable, Notion und weitere Exportwege, die auf der offiziellen Seite beworben werden |
| Einrichtungsstil | Manuelle Auswahl plus Mustererkennung | KI-gestützter Extraktionsablauf mit Vorlagen und geführter Ausgabeanpassung |
| Aktuelle Empfehlung | Für einfache Browser-Jobs in Ordnung | 2026 die bessere Standardwahl für nicht-technische Business-Nutzer |
Welche Art von Scraper brauchst du eigentlich?

- Greif zu AnyPicker-artigem visuellem Scraping, wenn deine Aufgabe sichtbar und leichtgewichtig ist und es dir nichts ausmacht, den Extraktor von Hand nachzujustieren.
- Greif zu Thunderbit-artigem KI-Scraping, wenn dein Hauptproblem die Einrichtungshürde ist und nicht die reine Komplexität des Crawlens.
- Greif zu einer Entwicklerplattform oder API, wenn Skalierung, Anti-Bot-Behandlung oder Zuverlässigkeit bei hohem Volumen schwerer wiegen als Browser-Komfort.
Diese Unterscheidung ist deshalb so wichtig, weil zu viele Leute Tools an Feature-Checklisten messen statt an den Stellen, an denen sie scheitern. Die eigentliche Frage lautet nicht „Unterstützt dieses Tool Paginierung?", sondern „Wie viel Aufwand entsteht, wenn die Seite nicht mehr simpel ist?"
Was AnyPicker 2026 ist

AnyPicker ist ein Chrome-basierter No-Code-Web-Scraper von Ryang Studio. Die offizielle Website bewirbt das Tool weiterhin mit einem schlichten Versprechen: Klick die gewünschten Daten an, lass das Tool Muster erkennen und exportier die Ergebnisse ohne eine Zeile Code.
Der öffentliche Kernumfang bleibt überschaubar:
- visuelle Point-and-Click-Extraktion
- KI-Musterdetektion für wiederholte Datenblöcke
- Scraping hinter Logins
- Unterstützung für Paginierung und Infinite Scroll
- parallele Crawler
- Speichern von Recipes für wiederkehrende Aufgaben
- CSV-, XLSX- und TSV-Exporte je nach Plan
Die Grundidee des Produkts trägt also nach wie vor. Wenn du eine Verzeichnisseite, ein Produktgitter oder eine einfache Ergebnisliste scrapen willst, passt AnyPicker noch immer.
Was sich verschoben hat, ist der Kontext drumherum. 2019 hieß „No-Code-Scraping" meist: visuelle Auswahl plus Regeln bauen. 2026 erwarten viele Leser, dass ein Scraper deutlich mehr selbst interpretiert. Und genau an dieser Stelle wirkt AnyPicker älter, als sein ursprüngliches Versprechen klingt.
Für wen AnyPicker weiterhin sinnvoll ist
Fairerweise braucht nicht jeder ein neueres, KI-orientiertes Produkt.
AnyPicker kann weiterhin die richtige Wahl sein, wenn:
- du vor allem sichtbare Listen und Tabellen scrapest
- du einen browserlokalen Ablauf statt eines größeren Automatisierungs-Stacks willst
- es dich nicht stört, den Extraktor nachzuschärfen, wenn der erste Lauf nicht perfekt sitzt
- dir manuelle Kontrolle wichtiger ist als eine geführte KI-Ausgabe
Trifft das auf dich zu, ist AnyPicker weder unbrauchbar noch veraltet. Es ist nur enger gefasst, als viele es erwarten, wenn sie „KI-gestützter No-Code-Web-Scraper" hören.
Was der aktuelle öffentliche Eintrag verrät

Der ehrlichste Realitätscheck ist der Eintrag im Chrome Web Store selbst. Stand 8. Mai 2026 steht dort:
- 3,7 von 5 bei 89 Bewertungen
- 20.000 Nutzer
- Version 2.11.0
- zuletzt aktualisiert am 22. April 2024
Das macht das Tool nicht automatisch schlecht. Aber es zeigt: Hier sprechen wir nicht von einem Produkt, das durch häufige neue Releases sichtbar Schwung aufbaut.
Auch das öffentliche Feedback ist eher gemischt als durchweg begeistert. In aktuellen Bewertungen im Chrome Web Store finden sich Klagen, die Erweiterung sei für manche Anwendungsfälle teuer, hänge während der Nutzung oder breche ohne klare Fehlermeldung ab. Die Launch-Historie auf Product Hunt liefert ein ähnliches Bild: AnyPicker ist 2019 gestartet, doch die jüngere öffentliche Diskussion ist spürbar dünner als bei neueren KI-first-Scraping-Tools.
Meine Einschätzung dazu ist schlicht: AnyPicker überzeugt am ehesten als leichtes bis mittelschweres Hilfstool, nicht als verlässlicher Standard für moderne Business-Nutzer, die den einfachsten Weg suchen.
AnyPicker-Preise 2026
Die Preise sind weiterhin leicht zu verstehen – nur schwerer zu mögen.
| Plan | Aktueller öffentlicher Preis | Was du bekommst | Meine Einschätzung |
|---|---|---|---|
| Kostenlos | 0 $ | 625 Zeilen/Monat, 1 Crawler, nur CSV-Export | Gut zum Testen, für echte laufende Arbeit zu knapp |
| Professional | 39 $/Monat bei jährlicher Abrechnung oder 59 $ bei monatlicher Zahlung | 5.000 Zeilen/Monat, 5 Crawler, kostenpflichtige Exporte, Bilddownload, automatischer Export | Der echte Einstieg für brauchbare Arbeit, aber teuer für einen Browser-Extension-Workflow |
| Business | 99 $/Monat bei jährlicher Abrechnung oder 119 $ bei monatlicher Zahlung | Unbegrenzte Zeilen, 40 Crawler, voller Funktionsumfang, VIP-Support | Macht nur Sinn, wenn AnyPicker bereits sehr gut in deinen Workflow passt |
Das eigentliche Problem ist nicht der Listenpreis allein. Es ist die Kombination aus:
- einem ziemlich knappen kostenlosen Plan
- kostenpflichtigen Exporten und Workflow-Nutzen, der sich in den höheren Stufen bündelt
- gemischtem öffentlichem Urteil zur Zuverlässigkeit
Diese Mischung lässt AnyPicker wie ein Tool wirken, das du sorgfältig prüfen solltest, bevor du dich festlegst – und nicht wie eins, das du allein wegen des Namens blind übernimmst.
Wo die Reibung typischerweise auftaucht

In der Praxis verlieren Tools wie AnyPicker das Vertrauen meist an denselben drei Stellen:
- Einrichtungsaufwand auf nicht-trivialen Seiten
Auf einfachen Seiten funktioniert visuelle Auswahl gut. Sie wird zäh, sobald Layouts dynamisch sind, Inhalte seltsam nachladen oder sich kein klares wiederkehrendes Muster zeigt. - Fehlerbehandlung
Überspringt der Scraper Zeilen, friert er ein oder stoppt er mittendrin, wissen nicht-technische Nutzer oft nicht, woran es liegt: an der Seite, an der Regel, am Login-Zustand oder an der Erweiterung selbst. - Preis-zu-Vertrauens-Verhältnis
Für einen No-Code-Scraper zu zahlen fühlt sich gut an, solange er jede Woche Stunden spart. Es kippt schnell, sobald jede neue Zielseite wieder zum Ausprobieren wird.
Genau diese Lücke wollen neuere KI-gestützte Scraper schließen. Sie verkaufen nicht nur Extraktion, sondern den kürzeren Weg von „Ich brauche diese Daten" zu „Ich habe eine saubere Tabelle".
Eine Alternative mit weniger Reibung ansehen
Warum Thunderbit der einfachere Einstieg ist

Thunderbit geht von einer anderen Annahme aus: Die meisten Business-Nutzer wollen keine Zeit darauf verwenden, einem Scraper das Denken beizubringen. Sie wollen, dass der Scraper die Tabelle erkennt, Felder vorschlägt und sie zügig zu einem nutzbaren Export bringt.
Die aktuelle offizielle Website stellt Thunderbit rund um diese Punkte auf:
- KI-first-Extraktion in 2 Klicks
- vorgefertigte Vorlagen für beliebte Websites
- Exporte nach Google Sheets, Airtable und Notion
- Kontakt-Extraktionstools wie Email Extractor und Phone Number Extractor
- Unterstützung für Unterseiten-Scraping
- Umstrukturierung von Ausgaben, etwa Zusammenfassen, Kategorisieren und Formatieren
Diese Ausrichtung verschiebt die Onboarding-Hürde. Statt den Großteil der Zeit in die Auswahllogik zu stecken, verbringst du mehr Zeit damit, das Ergebnis zu prüfen. Für die meisten Sales-, Ops-, E-Commerce-, Recruiting- und Research-Abläufe ist das der bessere Kompromiss.
Willst du sehen, welcher reale Ablauf am schnellsten ist, bevor du über einen Wechsel entscheidest, lohnt sich vor allem diese Demo:
Das heißt nicht, dass Thunderbit für jedes Scraping-Problem die richtige Antwort ist. Es heißt: Es ist die bessere Standardwahl, wenn der Leser ausdrücklich nicht technisch ist und einen schnelleren Weg zu strukturierten Daten will.
Thunderbit-Preise: Stand Mai 2026

Im alten Entwurf standen veraltete Thunderbit-Zahlen. Die aktuelle gerenderte Preisseite, geprüft am 8. Mai 2026, zeigt eine schlankere Self-Serve-Struktur:
| Plan | Aktuelle öffentliche Preise | Credits / Kontingent | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Kostenlos | 0 $/Monat | 6 Seiten/Monat, maximal 30 Credits pro Seite | Enthält Datenexport und Datenextraktionstools auf der Live-Seite |
| Starter | 9 $/Monat bei jährlicher Abrechnung | 5.000 Credits/Jahr | Enthält Unterseiten-Scraping, Paginierung, Bulk-Scraping und bis zu 5 geplante Scraper |
| Pro | 16,5 $/Monat bei jährlicher Abrechnung | 30.000 Credits/Jahr | Die Live-Seite zeigt derzeit eine zeitlich begrenzte 31-%-Rabattaktion gegenüber 24 $/Monat |
| Business | Individuell | Individuelle Credits und Limits | Priorisierter Support und Account-Management |
Zwei Dinge stechen sofort hervor:
- Der Self-Serve-Einstieg von Thunderbit liegt deutlich unter dem kostenpflichtigen Einstiegspreis von AnyPicker.
- Die aktuelle Self-Serve-Preisseite ist einfacher und leichter einzuschätzen als der ältere mehrstufige Entwurf.
Für nicht-technische Leser ist Thunderbit damit meist die sicherere erste Wahl.
Meine Empfehlung nach Nutzertyp

- Nimm AnyPicker, wenn du einen klassischen Browser-Scraper willst, deine Ziele relativ einfach sind und dich etwas manuelles Feintuning nicht stört.
- Nimm Thunderbit, wenn du den einfachsten Einrichtungsweg, eine reichhaltigere geführte Extraktion und einen niedrigeren kostenpflichtigen Einstieg willst.
- Nimm keines von beiden, wenn deine eigentliche Anforderung groß angelegte Crawling-Infrastruktur, tiefgreifende Anti-Bot-Behandlung oder Engineering-taugliche Automatisierung ist.
Endurteil
AnyPicker ist kein Scam und auch nicht nutzlos. Es ist ein echter visueller Scraper mit einem nach wie vor brauchbaren Browser-Ablauf. Doch 2026 fühlt es sich für viele nicht-technische Nutzer enger und weniger nachsichtig an, als sie es gern hätten.
Die aussagekräftigsten öffentlichen Signale sind nicht die Launch-Story von 2019. Es sind der aktuelle Store-Eintrag, das letzte sichtbare Update-Datum, das gemischte Bewertungsmuster und die Tatsache, dass neuere KI-first-Tools heute besser darin sind, den Einrichtungsaufwand zu drücken.
Ist deine Aufgabe einfach und weißt du schon, wie du mit den Eigenheiten eines Scrapers umgehst, erledigt AnyPicker den Job weiterhin. Liegt deine Priorität dagegen auf Tempo bis zum ersten brauchbaren Ergebnis, auf weniger Ausprobieren und auf mehr Gegenwert im Einstiegstarif, würde ich stattdessen mit Thunderbit beginnen.
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FAQ
Ist AnyPicker 2026 noch aktiv?
Ja, Produktseite und Chrome-Web-Store-Eintrag sind weiterhin live. Allerdings zeigt der öffentliche Chrome-Web-Store-Eintrag, den ich am 8. Mai 2026 geprüft habe, Version 2.11.0 mit einem letzten Update vom 22. April 2024 – allein anhand der öffentlichen Erweiterungs-Metadaten würde ich das Tool also nicht als schnelllebig bezeichnen.
Ist AnyPicker gut für Anfänger?
Für einfache Seiten kann es für Anfänger durchaus passen. Das Risiko: Der Ablauf fühlt sich sehr schnell nicht mehr anfängerfreundlich an, sobald die Seitenstruktur dynamisch oder unvollständig wird.
Warum ist Thunderbit für nicht-technische Nutzer einfacher?
Weil das Produkt darauf ausgelegt ist, die Einrichtungsarbeit zu reduzieren. Der offizielle Thunderbit-Ablauf setzt auf KI-gestützte Extraktion, Vorlagen, direkte Exporte und einen schnellen Übergang von der Seite zur Tabelle.
Welches der beiden Tools ist günstiger im Einstieg?
Auf den Live-Preisseiten, die ich am 8. Mai 2026 geprüft habe, startet Thunderbit günstiger. Der brauchbare kostenpflichtige Einstieg bei AnyPicker liegt bei 39 $/Monat bei jährlicher Abrechnung oder 59 $ bei monatlicher Zahlung, während Thunderbits gerenderte Starter-Karte 9 $/Monat bei jährlicher Abrechnung zeigt.
Sollte ich AnyPicker weiternutzen, wenn es für mich schon funktioniert?
Wahrscheinlich ja. Sind deine aktuellen Recipes stabil und der Nutzen bereits belegt, gibt es keinen zwingenden Grund zum Wechsel. Am stärksten ist der Fall für einen Wechsel, wenn du noch im Onboarding steckst, noch mit dem Einrichtungsaufwand ringst oder noch unsicher bist, ob das aktuelle Tool seine bezahlte Stufe wirklich wert ist.


